Karlsruhe-Blog: Das Weblog von Karlsruheern für Karlsruheer

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Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!

Sa
12
Nov '05

Mitmachen – Karlsruhe-Blogger gesucht!

Das Karlsruhe-Blog ist offen für jeden, der gern über seine Stadt schreiben möchte.

Persönliches wie politisches, todernstes wie humorvolles, schreib worüber du willst und was deine Mitbürger interessiert!
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1 Kommentar »

Ein Kommentar zu “Mitmachen – Karlsruhe-Blogger gesucht!”

  1. Dr. Fehrenbach meint:

    Die Moral in der deutschen Wirtschaft

    Dass die Zustände in unserer Wirtschaft Formen angenommen haben, die schlichtweg als unerträglich bezeichnet werden müssen, ist keine Feststellung, für die ein Journalist heute noch eine Auszeichnung gewinnen würde.

    Dennoch ist es unsere Pflicht und jedes Einzelnen moralische Aufforderung, den Finger immer wieder in die Wunde zu legen!

    Figuren wie Ackermann, von Pierer und Hartz haben Zehntausende Menschen ohne jegliche Skrupel und ohne jegliches Mitgefühl an den Rand der Gesellschaft gedrängt und sind – und dies ist die größte Schandtat – jederzeit gerne willkommene Gäste auf sogenannten Events, Presseterminen oder sonstigen zweifelhaften Veranstaltungen.

    Auch der deutsche Mittelstand agiert zunehmend ohne Gefühl für Sitten und Gebräuche, setzt quasi seine eigenen Regeln instand, die weitab von Anstand und guten Gepflogenheiten sind. Im Raum Karlsruhe sind hier beispielsweise die Axtera AG in Ettlingenzu nennen, die potentielle Kandidaten über seltsame Zeitarbeitsfirmen rekrutieren läßt. Diese Firmen lassen Bewerber ohne Erklärung oder gar Entschuldigung in Warteträumen schmoren, bis sie dann irgenwann endlich zum Interview gebeten werden. Zu Axtera weitergereicht, behandelt man die hoffnungsvollen Bewerber erneut wie Nummern, läßt sie teilweise bis zu einer Stunde über Termin warten. Entscheidet sich der Kandidat, für so ein Unternehmen nicht zu arbeiten, bekommt er noch nicht einmal die angemessenen Fahrtkosten ersetzt.

    Oder der Huber Verlag Neue Medien in Karlsruhe. Auch hier hält es die Geschäftsführung, die Bewerber über hochtrabende Stellenanzeigen einlädt (beim Vorstellungsgespräch erfährt man, dass man aber nur als Call Center-Mitarbeiter eingestellt wird), nicht für nötig, Fahrtkosten anläßlich der Bewerbungsgespräche zu erstatten.

    Wohin diese Wild West-Zustände noch führen sollen, fragen sich immer mehr Menschen zu Recht. Ein guter Spiegel der Gefühlslage der Nation zeigen die Leserbriefe im aktuellen STERN, insbesondere zu empfehlen ist der Beitrag von Herrn Lothar Honikel aus Heilbronn.

    Dr. Claudia Fehrenbach
    Freie Journalistin, Hamburg

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